Städtebauliches Konzept / Freianlagen
Der Neubau der IHK-Reutlingen fügt sich harmonisch und zurückhaltend ins bestehende städtebauliche Gesamtgefüge des „IHK-Campus“ ein. Zusammen mit Forum und Villa Wandel wird ein neuer Vorplatz und gemeinsames Zentrum geschaffen. Durch die Neuordnung des Vorbereiches der Villa, rückt man diese optisch in den städtischen Raum und generiert einen urbanen / städtischen Auftakt des neuen „IHK Campus“.

Die städtebaulichen Kanten von Forum und Villa werden aufgenommen und mit der Architektur des Neubaus weitergeführt, sodass Forum Villa und Neubau als neue Einheit abzulesen sind. Die Haupterschließung erfolgt von der Alteburgstraße, welche auch Hauptverkehrsachse von öffentlichem Nahverkehr, Radverkehr und Fußgängern darstellt. Eine großzügige Zuwegung leitet den Besucher zwischen Villa und Forum auf den neu entstehenden Vorplatz, welcher sowohl das neue Zentrum der IHK als auch das Bindeglied zwischen den einzelnen Baukörpern darstellt.

Topographie/Platz
Die Außenanlagen des Grundstücks werden neu modelliert. Ziel ist es, alle drei Gebäude auf einem neuen Platzniveau zusammenzuführen und von dort zu erschließen. Das entstehende Platzniveau befindet sich über dem des Bestandes. Der Neubau wird so im Gelände platziert, dass zur Hindenburgstraße hin ein Hanggeschoss entsteht, welches im vorderen Bereich voll belichtet werden kann und im hinteren Bereich Platz für die ebenerdig befahrbare Tiefgarage bietet. Die bestehenden Eingangsniveaus von Forum, Villa und Bürogebäude der IHK liegen weit auseinander. Deren Zusammengehörigkeit ist aktuell deshalb schwer ablesbar. Durch die Verlegung des Eingangsniveaus des Neubaus nähern sich die unterschiedlichen Eingangsebenen einander an. Vom neu entstehenden Vorplatz aus können alle drei Baukörper erschlossen, und eine repräsentative Ministervorfahrt geschaffen werden. Ein kleiner baulicher Eingriff auf Seite des Forums genügt, um vom Platzniveau, aus das zweite Treppenpodest der einläufigen Forumstreppe erschließen zu können. Der bestehende Aufzug des Forums soll zum Durchlader umgebaut werden um eine barrierefreie Verbindung von Vorplatz zu Forum zu gewährleisten.

Grünkonzept
Die Leitidee des Grünkonzeptes liegt darin, sich die bedeutende Lage neben der Pomologie zu Nutze zu machen und sowohl städtebaulich als auch bezüglich der Freiflächenstruktur von der außerordentlichen Nachbarschaft zu profitieren. Ziel des Grünkonzeptes ist, die grüne Lunge der Pomologie über das Grundstück der IHK fortzuführen und mit der urbanen Fläche des Vorplatzes zu verweben. Dadurch wird der benachbarte Park bis über den Vorplatz hinaus verlängert und erlebbar gemacht.
Grünstreifen und Sitzgelegenheiten, die sich über den Vorplatz ziehen sorgen für die optische Weiterführung der Grünstruktur des Parks. Im Bereich des Verbindungsstegs zwischen Neubau und Forum treppt sich der Vorplatz in Form einer Freitreppenanlage ab. Äußere und innere Erschließung Die Art der Modellierung des Außengeländes und die Weiterführung der bestehenden städtebaulichen Gebäudeachsen in den Neubau markieren den Eingangsbereich und führen den Besucher direkt in das großzügig gestaltete Foyer.
Die Grundrisse sind so aufgebaut, dass alle Bereiche schnell und einfach auffindbar sind und sich der Besucher eigenständig im Gebäude zurechtfindet und bewegen kann.Mit direktem Sichtbezug vom Foyer befinden sich Empfang, Wartebereich, Welcome-Center und Kunden-Informationscenter. Die offene Treppe als vertikales Erschließungselement befindet sich zentral in der Erschließungszone.
Die allgemein genutzten Bereiche für Mitarbeiter und Kunden wie Besprechungsrückzugszonen und Kommunikationszonen liegen geschossübergreifend jeweils direkt an der zentralen Erschließungszone und bilden hier den Auftakt zu den angrenzenden Bürobereichen. Die einzelnen Geschäftsfelder sind in zusammenhängenden Bereichen angeordnet, und erzeugen ein angemessenes Zusammenspiel aus Kommunikation und Konzentration. Druckerräume, Servicezonen und Gruppenablagen sind als offene Bereiche geplant, die Raum für bereichsinterne Kommunikation und Begegnung bieten. Zur bereichsübergeordneten Mitarbeiterkommunikation stehen die Haupt-Wartebereiche und Teeküchen der zentralen Zonen zur Verfügung. Zusätzliche attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten bieten der Lounge Bereich mit angrenzender Dachterrasse im 2. Obergeschoss oder der zentrale Aufenthaltsraum im Erdgeschoss, mit direktem Ausgang zur Terrasse Richtung Pomologie.
Präsident und Hauptgeschäftsführer sind im 2. Obergeschoss in repräsentativster Lage untergebracht. Die großzügige Terrasse des Sitzungszimmers bietet einen Panoramablick über Pomologie und IHK-Gelände. Zur Identifikation und Wiedererkennung wurden die bestehenden Betonkunstwerke im Foyer platziert und dort harmonisch in die Innenraumgestaltung integriert. Die Wandvertäfelung aus Holz soll im großen Sitzungszimmer der Hauptgeschäftsführung platziert werden. Im Erdgeschoss vereint ein neuer Verbindungssteg Neubau und Forum.

 

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