2. Preis

Beurteilung durch das Preisgericht
Der Vorschlag, das Gebäude entgegen den Empfehlungen in der Auslobung auf die östlich Seite der Steingaubrücke zu positionieren bietet neue Chancen für das direkt angrenzende Bahnhofsumfeld. Die weitere städtebauliche Entwicklung westlich der Steingaubrücke kann unabhängig davon stattfinden. Durch diese Positionierung des Baukörpers tritt das Brückenbauwerk in den Hintergrund. Das 6-geschossige Gebäude markiert prägnant den Stadteingang Kirchheims und schafft über die Anbindung an die Brücke neue Wegebeziehungen zum Bahnhof. Der städtebaulich problematische Raum unterhalb der Brücke wird mit einem 2-geschossigen Parkhaus sinnvoll genutzt. Der geforderte 3m breite Wartungsraum wird dadurch zum Teil eingeschränkt. Der Haupteingang in Richtung Bahnhof ist richtig positioniert und fördert die Nutzung des ÖPNV für die Kunden und die Mitarbeiter. Das sehr knapp bemessene Vorfeld hat allerdings wenig Aufenthaltsqualität. Dem Eingang mit Foyer und Kundenbereich fehlt die räumliche Qualität und Großzügigkeit. Die Büroräume in den Obergeschossen sind gut zur Lärm abgewandten Seite orientiert und können flexibel genutzt werden. Der Multifunktionsraum im überhöhten obersten Geschoss mit Dachterrasse und Blick in Richtung Alb ist gut positioniert, jedoch für eine Fremdnutzung nur eingeschränkt nutzbar. Der Entwurf stellt städtebaulich einen interessanten Beitrag dar. Der durch die knappe Grundstücksfläche sehr schmale Baukörper ist funktional gut organisiert bietet jedoch wenige innenräumliche Qualitäten. Die architektonische Ausformulierung des sehr markanten Gebäudes als neuer Stadteingang wird im Zusammenhang mit dem Selbstverständnis der BKK kritisch gesehen.

 

 

 

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